Mein liebes, teures Klagenfurt (2)
Wo Pferde und Kühe stehen
wo fast keine Winde wehen
(wo Minuten langsam vergehen)
da bin ich zu Haus.
Wo alle freundlich sind
wo jeder ein Zuhause find
(außer die noch nicht dort als Kind)
da bin ich zu Haus.
Wo ein jeder Stimmung macht
wo ein jeder immer lacht
(bis er den Hass entfacht)
da bin ich zuhaus
__
Alle zwei Stunden geht ein Bus
wenn ich mal was einkaufen muss
(20 km geht man ja doch nicht zu Fuß)
da bin ich zu Haus
Wo man ziemlich viel Kindergeld kriegt
wenn die „richtige“ Partei siegt
(dann ein jedes Versprechen zersiebt)
da bin ich zu haus
Jetzt hab ich den Führerschein endlich
(ohne gehts nicht, man suiziert sich
Kärnten, jetzt mag ich dich
denn da bin ich zuhaus.
Copyright 2008 by Patricia Radda
Mein liebes, teures Klagenfurt
Wo ane Pferd und Küa stehn
wo fost koa Wind wehn
(wod Minuatn longsom vergehn)
do bin i daham
Wo olle fraindli (sand) sind
wo a jeda a zhaus find
(außer de wos no ned do worn ois Kind)
do bin i daham
Wo a jeda Stimmung mocht
wo a jeda imma locht
(bis er nohan den Hass entfocht)
do bin i daham
__
Olle zwa Stund geht a Bus
wenn i amal wos einkafn muass
(20 km geht ma aa ned zur Fuas)
do bin i daham
Wo ma ziemli vü Kindagöld kriagt
wenn die „richtige“ Portei siagt
(nochand a jedes Vasprechn zasiabt)
do bin i daham
Jetzan hob i den Führerschein endli
(ohne gehts ned, ma suiziert si
Kärnten, jiezan mog i di
wö do bin i daham
Schattenmann
Ich lebe
Ich gebe
einfach alles weiter
Nichts geht mich was an
Du kommst an mich nicht ran
Ich lieg mit ihm im Gras
Vom Regen sind wir ganz nass
denn alles ist richtig
Ich war frei bis er krank war
Er ist tot, einfach nicht mehr da
Ich hab gern für ihn gelacht
Ich hab alles für ihn gemacht
Ich hab die Sorgen voll verdrängt
Ich hab alles an ihn verschenkt
Ich hab den Schock vergraben
Und doch bleiben Narben
Was mich wie ein Schatten umgibt,
ist Erinnerung, wie er mich liebt,
das ist nicht der Tod oder Trauer
du grenz mich nur ein, wie eine Mauer
Ich dachte immer ich wünschte mir
dass ich noch einmal lieben kann
Ich dachte immer ich wollte nur
einfach einen neuen Mann
Nun steh ich hier mit dir allein
ihr seid euch nich ähnlich, ich bin euch nah
doch du wirst nie wie meiner sein
denn er bleibt immer da
Copyright 2008 by Patricia Radda