eis-mädchen

24. Oktober 2009 at 7:46 (Traurig) (, , , , )

Schau wie sie geht, die Straße entlang,

in ihren neuen Stöckelschuhen.

Die Absätze dröhnen auf dem Asphalt,

strafen jeden, der ihr nachsieht mit einem Knall.

 

Schau wie sie sabbern bei ihrem Anblick,

als wäre sie ganz aus Gold.

Doch eigentlich ist sie aus Eis.

Innen und außen.

 

Schau wie sie in ihr Haus rennt,

als würde sie verfolgt.

Die Straße wendet sich ab von ihr

Und erledigt wieder die Arbeit.

 

Schau wie sie sich in die Ecke kauert,

allein in ihrem Zimmer.

Sie wartet nur und fürchtet sich,

als wäre sie allein.

 

Schau wie sie sich biegt und windet,

unter all den Schlägen.

Wie kommt es, dass niemand kommt,

wenn sie um Hilfe schreit?

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Mein Glück

20. Oktober 2009 at 3:51 (Humor, Liebe) (, , , , )

Ich sehe dich auf deinem Platz

Mein Atem stockt

Und mit einem Satz

Bin ich schon bei dir

 

Ich berühre dich sanft, ganz leicht

Mit den Fingerspitzen

Auf dass es mir niemals reicht

Dich wiederzufinden

 

Vorsichtig,

ganz sanft löse ich deinen Umhang, dein Kleid

dann liegst du vor mir und ich bin bereit

Ein Zittern strömt durch meine Hände

Mein Aufstöhnen durchdringt Wände

Länger kann man nicht mehr Zögern

Minutenlang gefleht

 

Voller Spannung erwarte ich ihn

Den Moment

Indem meine Lippen sich öffnen

Indem meine Zunge es spürt

Es schmeckt

Es berührt

Es erweckt

Warm einhüllt

 

Schmelzen

Wie zerschmelzen fühlt es sich an

Wie reines, süßen Glück,

mein Schokoladenstück

Copyright 2009 by Patricia Radda

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Gewalt

6. Oktober 2009 at 12:59 (Traurig) (, , , , )

Da hast du dein Gleichgewicht, ich bete laut und schnell,

geh mir bitte aus dem Licht, ich mag es lieber hell.

Da greifen mich deine Hände, glaubst du es gefällt mir?

Meine Augen tasten Wände, glaubst du ich schau zu dir?

Blutstriemen an meiner Haut, den Schmerz spür ich nur schwach

Warum schreist du denn so laut, erwartest du, dass ich lach?

Deine Hand um meine Kehle, und die lieben Sex so sehr,

Ach, du kleine, arme Seele, warte nur bis ich mich wehr.

 

Im meinem kleinen, dummen Kopf

Pack ich dich bereits am Schopf,

ich knall dich voll gegen die Wand.

Und brech mir dabei fast die Hand.

Du stöhnst dann nicht mehr vor lauter Lust

Kannst nur noch Weinen, wenn du musst

Ich seh das Blut an deinen Schläfen

Und denk mir: Ja, der passt in Häfn!

Doch so schnell gibst du nicht auf,

und während ich in die Küche lauf,

rappelst du dich wieder hoch,

Blut am Kinn, im Kopf ein Loch,

beweist mir, dass du stärker bist,

ohne nur die kleinste List.

Ich geh zu Boden, wimmer, kann nicht weiter,

du schlägst zu, wie immer, froh und heiter.

Doch ich hab schon ein Ass versteckt,

du wirst jetzt mit dem Messer erschreckt.

Weichst du zurück, soll es gut sein,

greifst du mich an, stech ich auf dich ein.

So, wie ich dich kenne, schlägt deine Hand nach mir,

So, wie ich mich kenne, schenke ich dein Leben dir.

Da liegst du dann blutüberströmt, rot auf weißer Fließe,

während ich tatsächlich um dich Tränen vergieße.

 

Aber das ist nur ein Traum, in Wahrheit liegst du auf mir,

eigentlich spür ich dich kaum, denn es gibt längst kein wir,

Ich schmecke nicht dich, nur die Verzweiflung lässt mir keine Luft,

du kriegst nicht mich, nur meinen Körper, meine Haare, meinen Duft,

und die mochte ich noch nie.

Copyright 2009 Patricia Radda

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