Mein Glück

20. Oktober 2009 at 3:51 (Humor, Liebe) (, , , , )

Ich sehe dich auf deinem Platz

Mein Atem stockt

Und mit einem Satz

Bin ich schon bei dir

 

Ich berühre dich sanft, ganz leicht

Mit den Fingerspitzen

Auf dass es mir niemals reicht

Dich wiederzufinden

 

Vorsichtig,

ganz sanft löse ich deinen Umhang, dein Kleid

dann liegst du vor mir und ich bin bereit

Ein Zittern strömt durch meine Hände

Mein Aufstöhnen durchdringt Wände

Länger kann man nicht mehr Zögern

Minutenlang gefleht

 

Voller Spannung erwarte ich ihn

Den Moment

Indem meine Lippen sich öffnen

Indem meine Zunge es spürt

Es schmeckt

Es berührt

Es erweckt

Warm einhüllt

 

Schmelzen

Wie zerschmelzen fühlt es sich an

Wie reines, süßen Glück,

mein Schokoladenstück

Copyright 2009 by Patricia Radda

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Sprachprobleme- ein kleines Wörterbuch

15. Mai 2009 at 4:54 (Alltag, Humor, in dialek(t)- Mundart) (, , , , )

Mein Opa ist ein kluger Mann,
den man alles fragen kann.
Von Anfang an brachte er mir bei,
das Sprache nicht gleich Sprache sei.
Ich solle lernen schön zu reden,
dann zöge ich bald alle Fäden.
Deutsch heißt das, was wir in Österreich sprechen,
doch hier richtig Deutsch zu reden, wäre ein Verbrechen.
Die österreichische Sprache böte viele Wörter dar,
Verwenden!, wenn auch noch so sonderbar.

Für manche ist dies ein Stuhl, doch wir sagen Sessel hier,
erklärte mein Großvater als Erstes mir.
Und Erdäpfeln tun wir essen,
andere würden Kartoffeln fressen.
Du trinkst aus einem Heferl- nicht aus einer Tasse,
(Karotten sind ja nicht Möhren) -meint die Masse.
Immer wenn du sagst Tomate, meinst du eigentlich Paradeiser,
aber dieses falsch zu sagen, macht dich auch nicht weiser.

Ich zog nach Kärnten zu meinen Eltern Jahre später,
und, liebster aller Großväter,
was sagst du heute,
denn ich wäre leichte Beute.
In Kärnten sagens Stuhl und Kartoffel,
aber wenigstens nicht zu Patschn Pantoffel.
Für leiwaand habms gar kein Wort erfunden,
man muss den Satz mit lässig verwunden.
Aber kann ich dich vielleicht damit locken,
sie sagen auch nicht Windpocken,
dafür aber [Schoafplattan], dazu fällt mir nix ein,
Ein Tannenzapfen soll aber auch kein Bockerl sein,
Tschuatschn habens dafür als neues Wort,
Keine Angst, Opa, das Neuerlernte ist gleich wieder fort.

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Mein liebes, teures Klagenfurt (2)

17. Oktober 2008 at 4:02 (Alltag, Humor, Stadt,Land,Fluss (Heimat, Natur), in dialek(t)- Mundart) (, , , )

Wo Pferde und Kühe stehen
wo fast keine Winde wehen
(wo Minuten langsam vergehen)
da bin ich zu Haus.

Wo alle freundlich sind
wo jeder ein Zuhause find
(außer die noch nicht dort als Kind)
da bin ich zu Haus.

Wo ein jeder Stimmung macht
wo ein jeder immer lacht
(bis er den Hass entfacht)
da bin ich zuhaus

__
Alle zwei Stunden geht ein Bus
wenn ich mal was einkaufen muss
(20 km geht man ja doch nicht zu Fuß)
da bin ich zu Haus

Wo man ziemlich viel Kindergeld kriegt
wenn die „richtige“ Partei siegt
(dann ein jedes Versprechen zersiebt)
da bin ich zu haus

Jetzt hab ich den Führerschein endlich
(ohne gehts nicht, man suiziert sich
Kärnten, jetzt mag ich dich
denn da bin ich zuhaus.

Copyright 2008 by Patricia Radda

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Mein liebes, teures Klagenfurt

17. Oktober 2008 at 3:54 (Alltag, Humor, in dialek(t)- Mundart) (, , , , )

Wo ane Pferd und Küa stehn
wo fost koa Wind wehn
(wod Minuatn longsom vergehn)
do bin i daham

Wo olle fraindli (sand) sind
wo a jeda a zhaus find
(außer de wos no ned do worn ois Kind)
do bin i daham

Wo a jeda Stimmung mocht
wo a jeda imma locht
(bis er nohan den Hass entfocht)
do bin i daham

__
Olle zwa Stund geht a Bus
wenn i amal wos einkafn muass
(20 km geht ma aa ned zur Fuas)
do bin i daham

Wo ma ziemli vü Kindagöld kriagt
wenn die „richtige“ Portei siagt
(nochand a jedes Vasprechn zasiabt)
do bin i daham

Jetzan hob i den Führerschein endli
(ohne gehts ned, ma suiziert si
Kärnten, jiezan mog i di
wö do bin i daham

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Wortspiel

2. April 2008 at 5:03 (Humor) (, , )

die aufgabe
aus mindestens 6 der 7 worte:
anfang – ende – mitte – jahr – spanier – stein – asche
einen text müllern, absacken & auslieferndie einschränkung
maximal 49 worte. satzzeichen zählen nicht.
legasthenikersindbeidiesereinschränkungnatürlichimvorteil

das ist herausgekommen:
Juan y el fuego

Anfangs war es ein Stein
vom Kreis
auf den Juan, der Spanier, sich setzte
Feuer leis
an ihm hoch, bis es ihn verletzte.
er war eine Leich´
Feuer machte ihn zu Asche gleich.
die Seele hatte eine Bitte:
„Herr, nimm mich in deine Mitte,
kann dies das Ende sein!“

kürzer:

vom anfang bis zum ende
bat der spanier um eine Wende
Asche fiel auf Stein
in der Mitte vom Jahr
wurde dann Wein
wie sonderbar.

anotherone

In der Mitte des Jahres
wollen die Spanier beginnen,
wollen die Steine fliegen.
Am Ende des Jahres
will die Asche brennen,
ohne zu wissen:
sie ist tot.

hier die Übersetzung:

A mediados del año
quieren los españoles empenzar,
quieren las piedras volar.
A finales de año
quiere la ceniza arder
sin saber:
es muerto

ganz kurz

Jahresmitte
Anfang Spaniens
Ende der Asche
alles zu Stein.

Neun Wörter. Allerdings ergibt das genau keinen Sinn.

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