Der Soldat

23. September 2009 at 9:00 (Politik, Traurig, Zukunft) (, , , , )

Sieh ihn dir an

Jetzt liegt er da

Hat die Augen fest geschlossen

Kannst du die Blumen riechen,

die sie gleich auf sein frisches Grab werfen werden?

 

Sieh sie dir an

Jetzt stehen sie da

Und weinen bittere Tränen

Kannst du den Stolz spüren,

mit dem sie ihn der Erde zurückgeben?

 

Sieh es dir an

Jetzt ist es aus

Sein einst so frohes Leben

Kannst du die Erinnerungen hören,

die durch die Gedanken ziehen?

 

Sieh ihn dir an

Jetzt macht er weiter

Der Mensch, der den Krieg begann

Kannst du wirklich schmecken,

was du zwischen den Leichen verzehrst?

 

Sieh sie dir an

Jetzt kämpfen sie für ihn

Und für seine falsche Sache

Kannst du die Lügen glauben,

die er seinen Leuten erzählt?

 

Sieh ihn dir an

Jetzt ist er aus

Der letzte Krieg der Menschheit

Kannst du verstehen,

das es nie der Letzte sein wird?

Copyright 2009 Patricia Radda

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Klippe

24. August 2009 at 6:56 (Freunde, Politik, Traurig, Zukunft) (, , , )

Nun steh ich allein

Auf meiner Klippe

Starre in einen Abgrund

Der nur mir gehört

Ich suche nicht den Tod

Denn er bedeutet Zerstörung

Ich suche nur den Frieden

Und den hab ich hier gefunden

 

Ich stehe allein

Auf dieser Klippe

Und der Wind streichelt mich

Er flüstert mir zu, dass ich kämpfen muss

Für eine bessere Zukunft

Wenn ich das mit meinem Tod kann

Dann soll ich jetzt springen

Und ich erhöre den Wind

 

Ich schreie meine Ideen in die Böhen

Und es entsteht ein Sturm

Irgendjemand wird es hören

 

Und dann fühle ich mich fallen

Alles wird gut

Und Fallen ist nur mehr bewahren

Copyright 2009 Patricia Radda

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Abrechnung

25. Juli 2009 at 4:39 (Politik, Zukunft) (, , , , )

Bedient euch aus meinem Sparschwein,

denn nur dort ist noch etwas Winziges versteckt.

Ich lebe nicht mehr im Glauben es sei mein,

denn ich arbeite nur für euch, das habt ihr längst entdeckt.

Ihr zahlt Millionen für Rauchverbot und Flugzeuge

Ich war zu jung, durfte nicht wählen,

jetzt wollt ihr, dass ich mich beuge

Will ichs wirklich wissen, soll ichs zählen

Wohin wie viel Geld verschwindet?

Vielleicht wäre es interessant

Wo man mein Geld dann wiederfindet

Andererseits ist es irrelevant

Weil ichs ja nicht wiederseh

Wie finanziert ihr Werbung für die Wahlen?

Von meinem Geld täte es mir weh

Der Schilderwald bereitet ja allen nur Qualen

Wenns nach mir ginge, machts wie die Briten

Die sind ja auch aufs Internet umgestiegen

Eure Ignoranz, eure traditonellen Riten

Kann man nur noch mit Abfall aufwiegen

Ihr passt auf mein Kärnten auf

So gut, dass ichs nicht mehr brauch

Und wenn ich mir was Neues kauf

Verpufft ihr dann im Rauch

Und ich merk mir dann,

dass es immer so sein wird, egal wo ich bin,

was der Politiker alles kann,

macht selten einen Sinn.

© Patricia Radda

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Die Flut

19. Juli 2009 at 7:57 (Traurig, Zukunft) (, , , , , )

Mach dir keine Sorgen, alles ist gut

Warte auf Morgen, friss deine Wut

Ohne genau Denken, ohne deinen Mut

Lass dich einfach lenken, trockne dein Blut

Lass es einfach zu, stocher nie in der Glut

Sei einfach nie du, bis sie über dich kommt, die Flut

 

Die Flut an Hass, die Flut an Ärger und Rachelust

Die Flut an Zweifel, an Gewissen, dass du etwas tun musst

Das Wissen, dass du brennst, wenn du nichts mehr sagst

Das Wissen, wenn du rennst, du noch immer daran nagst

 

Denk genau mit, und dann vergiss auf die Rache

Sieh genau hin, und verstehe was ich mache

Pass genau auf, und versuche die Sache

Wenn die anderen schreien, sieh zu wie ich lache

Wenn die anderen staunen, sieh zu wie ich erwache

Wenn die anderen fragen, sieh zu was ich entfache

 

Ich entfache die Flut

Die Flut an Hass, die Flut an Ärger und an der Last

Wird zu einer Flut an Zweifel, sieh was du getan hast

Wird zu Gewissen, wird zu denken, wird zu begreifen

Während die Gedanken sich wenden und abschweifen,

beginnen die anderen vielleicht zu verstehen,

vielleicht sich zu drehen

 

Mach dir nichts vor, eigentlich ist alles noch viel schlimmer

Ich seh es ein, aber was bringt es, wenn ich wimmer

Wie lange kämpfst du, kannst du es immer?

Nicht mehr lange, und dann schaffe ich es nimmer

Aber wenn du weiter machst, bleibt der Schimmer

 

Der Hoffnungsschimmer

Die Flut an Hass, die Flut an Ärger und an Rachelust

Verschwindet weiter, wenn du nicht mehr weißt, was du tun musst

Es bleibt die Hoffnung, dass auch nur ein einziger stärker ist,

dass nur einer nicht diese Kraft vergisst,

dann geht es weiter

 

© 2009 Patricia Radda

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Deshalb

20. April 2009 at 3:07 (Zukunft) (, , , )

Unsere Kinder werden nicht mehr zu Musik tanzen
Sie weichen nur noch den Gewehrkugeln aus
Unsere Kinder werden nicht mehr singen
Sie schreien nur noch aus Angst
Unsere Kinder werden nicht mehr Klavier spielen lernen
sie hauen nur noch auf Computertasten ein

Deshalb singe ich jetzt
tanze ich jetzt
spiele ich jetzt am Klavier
damit dieses riesige dunkle Loch
mich nicht einfach verschlingt

Unsere Kinder werden nicht mehr lesen können
Sie bekommen von einer Maschine vorgelesen
Unsere Kinder werden nicht mehr schreiben lernen
Sie diktieren alles dem Computer
Unsere Kinder werden keine Geschichten mehr kennen
Sie haben niemanden der sich Zeit nimmt, um sie zu erzählen

Deshalb lese ich jetzt niemals laut
deshalb schreibe ich jetzt
und erfinde Geschichten
damit dieses riesige dunkle Loch
euch nicht einfach so verschlingt

Copyright 2009 by Patricia Radda

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